DIE PRAXIS: KONSTELLATIONEN UND BERICHTE |
GRUNDLEGENDES
FAZIT |
Warum, wozu, mit welchem Ziel?
Soll es eine Zuchtgruppe werden oder nicht zur Zucht (gleichgeschlechtlich oder kastriertes Böckchen)?
In der Praxis VOR jeder VG
Hier finden sie das Original vom "Schnüffeltest" in Bezeichnung und Beschreibung
wie es ursprünglich von mir verfasst erstmals auf dem deutsch-sprachigen Internet veröffentlicht wurde.
Eine VG bei Chinchillas als nur halb-domestizierte Wildtiere ist oft keine einfache Entscheidung. Hinzu kommen Tiere auf unterschiedlichen Domestikationsstufen, was die Einschätzung gerade für Neulinge in der Chinchilla Haltung noch komplizierter macht. Die Frage, die sich bereits im Vorfeld stellt:→ macht es überhaupt Sinn mit den Tieren eine Vergesellschaftung zu versuchen?
Der erste Eindruck erfolgt über den Geruch. Anerkennung und Ablehnung läuft bei Chinchillas im ersten Schritt primär über den Geruch. Ihre Liebe und Sympathie gehen beim ersten Kennenlernen durch die Nase. Der Körpergeruch ändert sich nicht, egal welche VG Methode als Mittel zum Zweck angewendet wird. Verwendet man Methoden, die auf Zwang, Bestrafung oder Unterdrückung arteigener Instinkte und Verhaltens beruhen (-> siehe CRASH KURS Methoden), erzwingt man eine vorübergehende Waffenpause. Es ändert nichts daran, daß Chinchillas sich riechen können oder nicht. Es ist nur eine Frage der Zeit bis Konflikte wieder aufbrechen.
Umgekehrt, stimmt der Geruch und die gegenseitige Akzeptanz der Tiere auf freiwilliger Basis hat man eine solide Grundlage, die Übergangsphasen wie Pubertät, Rangordnungskämpfe, etc. nicht irreparabel ausarten lassen. Ganz einfach, weil die Basis stimmt. Eine Verträglichkeit, die den Geruch und die olfaktorische Annäherung respektvoll berücksichtigt und einen Rahmen dafür bietet ist daher hilfreich um eine Verträglichkeit relativ leicht im Vorfeld festzustellen. Oft sind Sympathie und Antipathie bereits beim ersten Kontakt gut einzuschätzen. Auch wenn die Einsicht oft schwer fällt, aber manche Tiere passen einfach nicht zusammen. Es macht in solchen Fällen keinen Sinn eine VG zu dem Zeitpunkt trotzdem zu versuchen. Man riskiert dadurch Verletzungen, Traumata und erhält im "besten" Fall eine latent instabile Gruppe. Sowas läßt keinen Chinchillaliebhaber ruhig schlafen. Also im ersten Schritt die eigenen Wünsche zurückstellen und stattdessen genau hinschauen und die Tiere beobachten, wie sie selbst zu Anbeginn entscheiden! (s. Anleitung unten). Je nachdem folgt der Schritt zur VG, bzw. man kann sich den Versuch sparen. Hier findet sich eine simple Anleitung, um die Verträglichkeit im ersten kontrollierten Kontakt heraus zu finden.
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(1) Die oben genannte "Methode der Züchter" (Laufgänge, Einstiegsloch) bedeutet, daß das Einstiegsloch bei neuen Tieren noch für rund 14 - 30 Tage geschlossen bleibt. Böckchen und Weibchen haben in der Zeit unmittelbaren Geruchs- Hör-, und Sichtkontakt. Die Tiere können in der Zeit ihre Individualdistanz selbst bestimmen. Nach der genannten Zeit, wird der Laufgangschieber geöffnet und das Böckchen kann selbst entscheiden, wann es den Schritt in den Weibchenkäfig macht. Die Tiere bestimmen hier weitestgehend den eigenen Rhythmus der Annährung und Reduzierung der Individualdistanz. Die Methode weist eine Erfolgsquote von rund 90% auf.
(2) "Käfig-an-Käfig-Methode". In der Heimtierhaltung wird diese professionelle Methode simuliert durch die "Käfig-an-Käfig-Methode". Zu diesem Zweck werden zwei möglichst identische Käfige in Grösse und Einrichtung für 2-3 Wochen nebeneinander aufgestellt. Das Ganze im Abstand von 5 cm so daß bei Irritationen es nicht dazu kommen kann, daß sie die Chinchillas im Reflex gegenseitig an den Pfoten oder Nase verletzen können. Sie haben dadurch keine Möglichkeit zum unmittelbaren Körperkontakt. In der Zeit unmittelbaren Geruchs- Hör-, und Sichtkontakt.
Die Tiere bestimmen können auch hier den eigenen Rhythmus der Annährung und Reduzierung der Individualdistanz. Sitzen sie irgendwann in den Käfigen auf gleicher Höhe und zur Käfigseiten des anderen Tieres auch während ihrer Ruhe- und Schlafphasen, dann ist das ein guter Hinweis für eine weiterhin erfolgreiche Vergesellschaftung. Die Methode weist eine Erfolgsquote von rund 90% auf.
Weiter differenziert:
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Hinweis: Die Methode der Integration ist das was auf anderen Seiten oft simpel betrachtet als "Einfaches Dazusetzen" bezeichnet wird. Dies beruht größtenteils auf Unkenntnis der fachlichen Einzelschritte und sachgemäßen Anwendung dieser Methode. Deshalb wird sie mancherorts auch irreführenderweise unter CRASH-KURS Methoden aufgeführt. Crash-Kurs ist die korrekte Bezeichnung, wenn man von der sachgemäßen Anwendung in den Einzelschritten nicht über ausreichende Kenntnis verfügt und sie trotzdem anzuwenden oder zu beschreiben versucht.
Fakt ist, die oben beschriebene Methode der Integration zählt zu den klassischen Methoden der Vergesellschaftund seit Anbeginn der Chinchilla Haltung und wurde über viele Jahrzehnte um entsprechendes Wissen und Know-How in den verschiedenen Aspekte weiter differenziert, ausgearbeitet und in ihrer Vorgehensweisen verfeinert. Eine Zusammenfassung, die den aktuellen Kenntnisstand unter Berücksichtigung der jahrzehntelangen Entwicklung enthält, finden sie an dieser Stelle (s. oben).
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In der modernen Chinchillazucht verwendet kaum ein Profi-Züchter diese Vorgehensweise noch als seine generelle Methode zur Vergesellschaftung im eigenen Tierbestand. In seltenen Ausnahmefällen wird sie in Pelztierzuchten verwendet um konkrete Zuchtverpaarungen zu erzwingen.
Als "Ersatz" für fachlich adäquate Konstruktionen werden hierzulande im Tierhandel und Hobbyzucht Kreisen auch die kleinen Schaukäfige aus Gitter benutzt. Aufgrund deren Höhe wird die ehemalige Methode der Züchter hier jedoch fachlich nur unsachgemäß umgesetzt. Es sei denn man stopft den Käfig so voll mit Tieren, daß sie sich auf diese Weise nicht mehr aufrichten können. Diese Methode wird jedoch von vielen Tierärzten und Tierschützern abgelehnt.
Vorteil dieser Methode:
Nachteil(e) dieser Methode:
Fazit und Beurteilung:
Je nach Interessenlage des Halters bzw. Züchters (s. Vorteile) kann diese Methode das richtige Mittel zum Zweck der Vergesellschaftung darstellen.
Auch wenn die eingangs genannten alten Methoden in Pelztierfarmen vor rund einem halben Jahrhundert heute dort kaum noch Anwendung finden, so bieten sie je nach Interessenlage doch einige Vorteile. So ist die Methode der kleinen Behälter / Box/ Gitterkäfig / Ausstellungskäfige heute noch als gängige Praxis im Tierhandel / bei Tierhändlern / Abverkauf üblich, um die gewünschte Verpaarung gleich verkaufsgerecht an den neuen Besitzer abgeben zu können. Zu diesem Zweck werden bevorzugt kleine Gitterkäfige verwendet, wie sie auf Pelztierschauen als Ausstellungskäfige eingesetzt werden. Diese Rundum-Gitterkäfige sind i.d.R. Einheitsgrösse und haben die Maße B 20 cm, H 22 cm, L 28,5 cm.
Vorteil dieser Methode:
Nachteil(e) dieser Methode:
Fazit und Beurteilung:
Je nach Interessenlage des Halters bzw. Züchters (s. Vorteile) kann diese Methode das richtige Mittel zum Zweck der Vergesellschaftung darstellen.Die Boxmethode oder auch KBM = "Kleine-Box-Methode" (KBM) ist eine ähnlich anmutende Variante, und ein weiterer Versuch alte Methoden oder erfolgreiche Methoden im Tierhandel auf die Hobbyhaltung zu übertragen. Bei genauerem Hinsehen hat die BOX Methoden jedoch kaum etwas mit den professionellen Prinzipien der Paarungskisten (wie unter 1 beschrieben) gemein hat. Die Box-Methode beruht darauf, daß man Tiere in eine Transportbox für Nager oder Katzen zusammensetzt. Das Prinzip dahinter:
Das ist allerdings auch die einzige Gemeinsamkeit mit einer professionell durchgeführten Methode unter Berücksichtigung arttypischen Verhaltens. Wie man leicht sieht, sind die Prinzipen unterschiedlich und von einer systematischen und methodischen Nutzung kann hier nicht wirklich die Rede sein. Die KBM wäre bei sinnvoller Adaption und Übertragung der professionellen Grundprinzipien und sachgemäßer Durchführung ein niedriger (!) und runder (!!!) Käfig oder Vergesellschaftungsbehälter (siehe oben).Ohne diese ist es nur eine Version was andernorts als "Einfach Zusammensetzen" in dem Fall auf sehr kleinem Raum und nicht in einer Voliere. Versuche sich professionellen Vorgaben aus den Anfängen der Pelztierzucht und dem Tierhandel anzunähern sind:
Beides sind unzureichende Versuche bzw. ein wenig tierfreundliches Vorgehen, um sich an professionelle Vorbilder anzunähern.
Vorteil dieser Methode:
Nachteil(e) dieser Methode:
Fazit und Beurteilung:
Je nach Interessenlage des Halters bzw. Züchters (s. Vorteile) kann diese Methode das richtige Mittel zum Zweck der Vergesellschaftung darstellen. Im Hinblick auf eine Liebhaberhaltung bzw. Liebhaberzucht ist von dieser Methode allerdings abzuraten.
Diese Vorgehensweise eine weitere Variante der sog. BOX-METHODEN, und geht noch einen Schritt weiter als bei der KBM. In diesem Fall wird ein kleiner Gitterkäfig bzw. Schaukäfig (s.o.). IN das Gehege / Käfig der etablierten Gruppe gestellt. Leider wird finden sich oft unzulängliche und sachgemäße Anleitungen auf dem Internet, die den Stressfaktor und die Belastung für die Tiere noch zusätzlich unnötig erhöhen. Man sollte sich jedoch darüber im klaren sein, daß diese Methode auch bei sachgemäßer Anwendung (und ) ein enormer Stress für die neuen Tiere darstellt.
Die häufigsten Fehler und Stressfaktoren :
Vorteil dieser Methode:
Nachteil(e) dieser Methode:
Fazit und Beurteilung:
Je nach Interessenlage des Halters bzw. Züchters (s. Vorteile) kann diese Methode das richtige Mittel zum Zweck der Vergesellschaftung darstellen. Im Hinblick auf eine Liebhaberhaltung bzw. Liebhaberzucht ist von dieser Methode allerdings abzuraten.Ein Beispiel für eine FACHLICH KORREKTE Adaption von KÄFIG IN KÄFIG
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Diese Vorgehensweise beginnt meist mit der Methode der Tierhändler unter Verwendung eines kleinen Schaugitterkäfigs. Hier werden bis zu 5 Chinchillas in eine Gitterkonstruktion gepfercht. Es folgt am gleichen Tag :
Vorteil dieser Methode:
Nachteil(e) dieser Methode:
Allein das Umsetzen ist für die Tiere ein immenser Stress und Belastung. Hinzu kommt die methodische Unterdrückung von artspeziefischen Chinchilla Verhalten gleich zu Beginn. In konzentrierten und fachmännisch durchgeführten "VM48hrs"-VGs, dient die erste Phase dazu um die sich fremden Chinchillas sprichwörtlich "KLEIN"-ZUKRIEGEN (psychologisch und physisch). Die weiteren Schritte verfolgen eine schonungslose Unterdrückung von arttypischen Unwohlbekundungen dieser Tierart. Sie bauen anstelle dessen auf der Erschöpfung der Tiere und ihrer Angst vor Bestrafung auf. Diese Methode ist vergleichbar mit dem sogenannten "Brechen" der Pferde bei ihrer Zähmung und Zureitung.
Fazit und Beurteilung:
Je nach Interessenlage des Halters bzw. Züchters (s. Vorteile) kann diese Methode das richtige Mittel zum Zweck der Vergesellschaftung darstellen. Im Hinblick auf eine Liebhaberhaltung bzw. Liebhaberzucht ist von dieser Methode allerdings abzuraten.
Dieses Vorgehen beruht darauf ein Böckchen zum Weibchen zu setzen, wenn dieses in der Brunft und empfängnisbereit ist. Die Idee dahinter muß nicht weiter erläutert werden. Problematisch: Brunft bedeutet aber keineswegs eine sofortige Partnerakzeptanz.. Man riskiert hier viel Aggression und eine hohe Verletzungsgefahr. Oder wie ein international erfolgreicher Schauzüchter es formulierte: Das ist wie ein Weibchen vor eine geladene Kanone zu setzen.
Vorteil dieser Methode:
Nachteil(e) dieser Methode:
Fazit und Beurteilung:
Je nach Interessenlage des Halters bzw. Züchters (s. Vorteile) kann diese Methode das richtige Mittel zum Zweck der Vergesellschaftung darstellen. Im Hinblick auf eine Liebhaberhaltung bzw. Liebhaberzucht ist von dieser Methode allerdings abzuraten.
Ein einfaches Zusammensetzen im vorgesehenen Käfig wird oft aus Mangel an differenziertem Wissen mit der Integrations-Methode gleichgesetzt. De Facto bezeichnet es jedes Vorgehen, daß auf eine Methode und fachlich systematisches Vorgehen unter Berücksichtigung artspeziefischer Verhaltensweisen verzichtet. Die Größe des Raums, Trägers, Box oder Gitterkäfig ist dabei irrelevant. Einfach Zusammensetzen kann in einer KLEINEN BOX in einer TRANSPORTBOX oder in einer Voliere stattfinden. Der Unterschied ist lediglich: in einem kleinen Umfeld ist der Schock und Stress für die Tiere größer. In einer grossen Voliere oder Gehege ist der Stress für die Tiere geringer, weil er eine größere Bandbreite an natürlichen und arttypischen Schutzverhalten zulässt.
Vorteil dieser Methode:
Nachteil(e) dieser Methode:
Fazit und Beurteilung:
Je nach Interessenlage des Halters bzw. Züchters (s. Vorteile) kann diese Methode das richtige Mittel zum Zweck der Vergesellschaftung darstellen.
Im Hinblick auf eine Liebhaberhaltung bzw. Liebhaberzucht ist von dieser Methode allerdings abzuraten.
Vorteil all dieser Methoden
Verletzungsgefahr körperlich und seelisch (bei fachmännischer Durchführung):
Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Diese eben genannten "Methoden" = Vorgehensweisen dienen dem Züchter dazu die Tiere möglichst schnell und für den Halter mit möglichst geringen Aufwand zusammen zu bringen. Je nach Interssenlage der Besitzer mag dies für die Halter sinnvoll erscheinen. Man sollte sich jedoch bewußt sein, was man dafür in Kauf nehmen muß.
Diese Methoden gelten und funktionieren bis zu 90% auch für den Fall, daß sich die Tiere nicht verstehen, aber eine bestimmte Zuchtverpaarung „erzwungen“ werden soll. Von allen in diesem Kapitel genannten VG-Methoden macht die VG unter Ausnutzung der Hitze eine Ausnahme, weil sie artspeziefisches Verhalten nicht unterdrückt, aber mit so hohem Risikofaktor anwendet, daß sie auch heute mittlerweile in Pelztierfarmen zu den veralteten und überholten Methoden zählt.
Die meisten Crash-Kurs Methoden bauen auf einer NEGATIV-STRATEGIE auf. Sei es Angst, Einschüchterung, Erschöpfung, Unterdrückung artspeziefischen Verhaltens und arteigener Kommunikation und/oder den Willen des Tieres zu brechen. Diese Methoden sind keineswegs international so anerkannt wie sie manchmal auf Internet-Plattformen und Foren dargestellt werden. Derartige Methoden werden zudem von vielen Tierärzten, Tierpflegern, Tierpsychologen und Chinliebhaber/Innen wegen dem oben genannten Grundprinzip der methodischen Unterdrückung artspeziefischen Verhaltens und der "Bestrafung" Strategie abgelehnt. Der Respekt vor Tieren als Lebewesen macht auch bei Chinchillas langsam Fortschritte hin zur MODERNE.
ES SIND LEBEWESEN !!! ... mit Vorgeschichte, Gefühlen, Intelligenz und Würde! JEDES Lebewesen und jedes Chin ist INDIVIDUELL Sie alle verdienen unsere Liebe und Respekt auf ihre Weise |
Seit Jahren betone ich es immer wieder : Die Methode sollte immer individuell auf das einzelne Tier und die Gruppe abgestimmt sein. Jedes Tier hat als Lebewesen seine individuelle Sensibilität, Geschichte und Reaktionen. Je nachdem wie sehr dies bei der Vergesellschaftung bereits berücksichtigt wird, kann dies ausschlaggebend für den Erfolg und das harmonische Einleben, Wohlbefinden und Vertrauensverhältnis zwischen Halter und neuem flauschigen Lebensgefährten sein.
© 2005 Claudia A Mooser
Grundlegendes
© 2001-2009 Claudia A Mooser
CHRONOLOGIE EINER NEGATIVEN VG ENTWICKLUNG
Die folgenden Punkte sind in chronologischer Reihenfolge aufgeführt, wie die meisten Vergesellschaftungen ablaufen, die sich negativ entwickeln. Es liegt an der Sensibilität und den Prioritäten eines jeden einzelnen Halters, wann er beschließt einzugreifen. Ich trenne ab Stufe 1
© 2001-2009 Claudia A Mooser
© Claudia A Mooser Hier ein Beitrag vom 04-09-2006 aus dem CI-Forum zu meinen Beobachtungen in CHINCITTA. Eine fast perfekte Vergesellschaftung
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Vorwissen
In der Natur sind zeugungsunfähig gewordene Tiere niemals Leittiere, Alfatiere, oder dominante Tiere. Fortpflanzung ist das Privileg des Leittieres und der Alfatiere in der Gruppe. Leittiere verlieren ihren Status in der Rangordnung mit dem Verlust ihrer Zeugungsfähigkeit. Sei es aufgrund von Unfall, Verletzung, Altersschwäche ( oder in der Niederlage im Kampf gegen einen männlichen Herausforder). Wenn sie nicht mehr zeugungsfähig sind, dann gilt das in der Natur als Schwäche im Sinne der Arterhaltung. Der Grund ist ganz einfach: die Art überlebt nur, wenn Gene weiter gegeben werden.
Kastration - im Unterschied zur Sterilisation - wird in der Zoo- und Tierhaltung u.a. auch angewendet, um aggressives Verhalten zu reduzieren. In Herdenhaltung ermöglicht die Kastration auch die freie Haltung von mehreren männlichen Tieren in der Gruppe, ohne daß dies Anlaß für Streitigkeiten in der Herde ergeben würde. Kastraten übernehmen auch hier in der Gruppe immer eine untergeordnete Stellung ein. Ein Kastrat wird von dem männlichen Leittier nicht als Konkurrent wahrgenommen und deshalb in den allermeisten Fällen geduldet. Kastration, Sozialisation und Rangordnung sorgt wiederum für Stabilität in einer komplexeren Herdenformation.
Zu Beachten
Bei der VG von Chinchillas, ist das kastrierte Tier automatisch langfristig das untergeordnete Tier. Ist der Kastrat jedoch in der Haltung das Stammtier, und das unkastrierte Tier der Neuzugang, kann es zu folgenden Situationen kommen:
1, daß der Kastrat sein "Revier" im Sinne des etablierten trotzdem eine Weile lang zu verteidigen versucht -> Unstimmigkeiten
2. daß der Kastrat die Rolle des "Gönners" übernimmt, und aufgrund reduziertem Aggressionsverhaltens (durch Kastration) den Neuzugang sofort aufnimmt.
Hallo alle,
VG Schilderung von mir auf dem www.chinchilla-forum-online (Chinchilla Lexikon) Verfasst am: 27 Feb 2008 19:48 Titel: Bugsy als Legionär - die klassisch antike VG Methode meiner Chins
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Hallo alle,
VG Schilderung von mir auf dem www.chinchilla-forum-online (Chinchilla Lexikon) Verfasst am: 07 Feb 2008 20:38 Titel: Meine Chins vergesellschaften sich selbst !
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