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GRUNDLAGEN
IN DER CHINCHILLA PRAXIS
ALS HEIMTIER MIT DEM MENSCHEN
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Im folgenden Kapitel → Nachwuchspflege betrachten wir die Brutpflege mit Blick auf das Verhalten der Elterntiere und der älteren Chinchillas. In diesem Kapitel richten wir unser Augenmerkt allein auf die Chinchilla Babies und ihre Entwicklung vom Baby bis zur Geschlechtsreife.
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Bild 1 Kleine Chinbabies brauchen Wärme und Schutz. Diesen finden sie im Schlaf am besten unter der Chinchillamami.
Bild 2 Wenn Chinbabies grösser werden, dann kann es schon mal passieren, daß sie sich aussen an den Familienberg rankuscheln müssen
Bild 3 Und manchmal ist kein Platz mehr frei und das Chinbaby kommt zuletzt. Dann hilft nur eines für warme Pfötchen: oben drauf. Diese Schlafposition für Jungtiere Bild 4 ist auch häufig in Gitterbodenhaltung zu beobachten. Ich habe es in ChinCitta ehrlich gesagt nur 1-2 mal gesehen und zum Glück den Fotoapparat zur Hand gehabt.
Und wenn es ganz hart auf hart kommt, dann müssen sich die Chinbabies eben in der Mitte stapeln....
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| und ... | ![]() |
Chinchilla Weibchen haben sechs Zitzen. Je nach Wurfgrösse bleiben davon die benutzten aktiv. Die Haltung der Babies reicht von einer aufrechten Kopfhaltung, den Kopf seitwärts geneigt, bis zu Chinbabies, die sich am liebsten unter den Bauch der Chinmami auf den Rücken legen und auf diese Weise säugen.
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| Du willst doch jetzt noch nicht schlafen, wo wir gerade so schön quatschen??? |
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Ein grosser Schritt in der Chin Baby Hierarchie Leiter ist es mal vorne in der Schlafbox zu sitzen. Nicht immer nur hinter, zwischen, oder unter den älternen Chinchillas. Und wenn sich die Chance ergibt und alle anderen ausgefolgen sind, dann bietet sich endlich mal die Chance vorne zu sitzen : zwischen Stolz und bangem Warten auf die Rückkehr der Artgenossen.
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Vorne dran zu sein ist nämlich gar nicht so einfach, wenn Chinmami den Mittagsschlaf verordnet hat und einen partout nicht rauslassen will. Auch wenn man vor Neugier so gar nicht schlafen kann...
Die Lage ist allerdings besonders mißlich am Anfang, wenn man allein von der Körpergrösse her das Einstiegsloch noch gar nicht ausfüllen kann. Aber aller Anfang ist eben schwer.

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Chinchillas sind nur halb-domestizierte Wildtiere. Ihre Instinkte sind (wenn nicht durch massive Inzucht und Entartung durch artferne Haltung verloren) allein imstande ihre Babies gesund zur Welt zur bringen.
Die wichtigste Regel ist: RUHE und Ungestörtheit für die Chinmami. Die meisten Problemgeburten entstehen in Hobbyzuchten in denen zuviele Chinchillas in einem Raum gepfercht oder zusammen mit einem Menschen leben müssen. Bewegung, Unruhe, Schatten, all dies kann eine gebärende Chinchillamami so sehr irritieren, daß der natürliche Geburtvorgang dadurch beeinträchtigt wird. Die meisten professionellen Züchter haben nicht umsonst einen eigenen Raum für die trächtigen und laktierenden Weibchen. Ich erlaube grundsätzlich keinen fremden Besuch kurz vor und nach der Geburt im Chinraum.
Natürlich muss man als Halter im Vorfeld sensibel beobachten und alles sorgsam checken, das beginnt bereits bei der Partnerwahl. Aber wichtiger als ständig Reinschauen in den Käfig und Babies sofort nach der Geburt fotografieren und wiegen, damit man auf Internet Erfolge posten kann... ist die Ruhe für die Chinmami und ihren Nachwuchs!!!
Hier die Checkliste für den Halter:
Ansonsten gilt auch hier: Bitte Chinmami mit ihren neugeborenen Babies in Ruhe lassen. Eine gesunde, kräftige Chinmami macht das schon ganz prima alleine, auch bei der ersten Geburt.
Die ersten drei Wochen:
Mein Tipp - so schwer es auch fällt - die Chinbabies und Chinmami in Ruhe lassen. Wichtig ist die optimale Versorgung der Chinmami und Ruhe. Die Babies lernen von einer gesunden Chinchilla Mutter alles was sie brauchen. Menschliche Einflüsse wirken mehr störend als fördernd.
Natürlich gibt es auch die super zahmen Chinchilla Mamis. Sie erlauben den täglichen Kontakt mit ihrem Nachwuchs und suchen die Kommunikation mit dem Halter nach Verwöhneinheiten. Aber auch hier sollte sich der Kontakt mit dem Nachwuchs darauf beschränken die Hand in den Käfig zu legen und den Chinchilla Nachwuchs in dessen eigenem Territorium auf der Hand und Unterarm des Halters herumkrabbeln zu lassen.