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In der Wildnis gibt es zwei Chinchilla Arten ( species ):
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Chinchillas haben ihr Zuhause in den Anden in Südamerika. Ihr natürlicher Lebensraum erstreckt sich über Peru, Bolivien, Chile und Argentinien.Chinchillas sind nachtaktive Nagetiere. Ihre nächsten Verwandten sind Meerschweinchen, Degu, Viscacha, Wasserschwein und das südafrikanische Stachelschwein.
Chinchilla lanigera = Langschwanz-Chinchillas = die Vorfahren unserer heutigen Heimtier-Chinchillas leben in einer Höhe von 1000 bis 2500 Meter (die Illustration weicht von diesen Zahlen ab. Sie zeigt dafür aber sehr gut die Vegetationsstufen in den Höhenlagen der Anden)
Chinchilla Brevicaudata = Kurzschwanz-Chinchillas leben in weitaus höheren Regionen zwischen 3500 - 4500 Meter über dem Meeresspiegel. Entsprechend anders auch ihr Stoffwechsel (langsamer), Nahrungsangebot, Anpassung. Alle Versuche Brevicaudatas in unseren Breitengraden zu Züchten scheiterten auf lange Sicht.
Weitere Infos zum Thema :
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DIE UMWELT
Die natürliche Heimat unserer Chinchillas sind vorwiegend karge, vegetationsarme Felsregionen in den Hochebenen der Anden. Bemerkenswert ist vor allem die relative Trockenheit des Klimas. Sie beeinflusste die Prägung der Chinchillas von Trinkverhalten bis hin zu Fellstruktur.
DAS KLIMA
Das Klima in diesen Regionen ist vorwiegend trocken mediterran bis wüstenartig. So gibt es aus dem Nationalen Chinchilla Reservat in Chile Berichte, daß es ein paar Jahre in Folge dort überhaupt nicht geregnet hat. Normalerweise gibt es dort 1-2 Schauer / pro Jahr. Zudem ist das Klima von großen Gegensätzen (Tag/Nacht) geprägt:
=> Chinchillas als nachtaktive Tiere bekommen von Tageshitze, sowie Niederschlag, Regen, Feuchtigkeit so gut wie nichts ab.
So sind sie auch angepasst. Das Fell der Chinchillas bietet einen hervorragenden Schutz vor Kälte, ist aber nicht wasserabweisend.
© Claudia A Mooser
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DIE FLORA UND PFLANZENWELT
Die großen Temperaturunterschiede zwischen Nacht und Tag verursachen jede Menge Tau in den Morgenstunden. So beziehen Chinchilla einen Großteil ihres Ihren täglichen Wasserbedarf :
Der Boden zeigt eine unterschiedliche Zusammensetzung, je nach Region: Einige Berge sind recht steinig und felsig und weisen einen dunkeren Sand auf. Andere besitzen einen weitaus helleren, gelblichen, sandigeren Boden. In dem meisten Gebieten der Chinchilla laniger ist es Urgestein und an vielen Stellen vulkanischer Staub.
Aus diesem Grund geben Chinchilla Züchter in Übersee und Europa noch heute den teuren BLUE CLOUD, und Sand von MOUNT ST. HELEN pur oder als Zusatz zum Badesubstrat für Chinchillas. Beides ist Feinstaub, gewonnen von vulkanischem Gestein.

Chinchillas sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere und als Fluchttiere von Natur aus zunächst scheue Tiere. Am Tag leben sie zwischen Fellsspalten, Höhlen, Erdlöchern, und unter dichtem Gestrüpp. Chinchillas haben in ihrem Unterschlupf immer mehrere Fluchtwege und Ausgänge.Aus Studien in denen wildlebende Chinchillas mit elektronischen Bewegungsmeldern ausgestattet wurden, weiß man, daß die Tiere ihren Unterschlupf mehrmals am Tag verlassen, hauptsächlich für kurze Zeit am Abend und am Morgen. Ein einzelnes Tier entfernte sich maximal 250 Meter von seinem Bau. Eine typische Chinchillabehausung:
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Die Beobachtungen von Chinchilla Zucht Präsidenten vor Ort in Chile zusammen mit anderen Fachleuten legten nahe, daß Chinchillas bevorzugt die Pflanzenbehausung wählten. Der auf dem Bild gezeigte Pflanzenbau wird "chagualo chardon" genannt ( Puya Bertoriana). Jeder Bau oder "Höhle" hat:
Chinchillas sind Fluchttiere. Und ihre Feinden lauern überall : in der Luft, am Boden, zwischen Felsspalten...
Chinchillas haben zu ihrer Verteidigung v.a. drei Strategien:
Zu Käfig, Haltung und Eingewöhnung:
Zum Raumklima und Temperaturen
Chinchillas sind insgesamt erstaunlich anpassungfähig und zäh. Sie reagieren jedoch sehr empfindlich auf Veränderungen in ihrem MIKROKLIMA, v.a. im Hinblick auf Temperatur (Hitze) und Luftfeuchtigkeit. Ein konstantes Raumklima (moderate Temperaturen, geringe Luftfeuchtigkeit) fördert Wohlbefinden und Gesundheit von Chinchillas.
Weitere Infos zum Thema :
Chinchillas sind gesellige Tiere. Sie bilden Herden von mehreren 100 Tieren, die das ganze Jahr über aktiv sind. Mit zunehmender Ausrottung verkleinerten sich natürlich auch die Herden.
In frühen Reiseberichten aus Südamerika wird erzählt, daß an manchen Stellen die Berghänge von Chinchillas dicht bevölkert waren. Und schon damals waren Chinchillas so neugierig, daß die Reisenden sie beobachten konnten. Es soll sogar Dörfer in den Anden gegeben haben, um die eine große Anzahl von Chinchillas mit den Menschen eng zusammengelebt haben.
Chinchillas sind offensichtlich auch nicht kontaktscheu, was anderen Nagetierarten anbelangt. So graben sie selbst zwar keine Erdhöhlen, leben und ziehen jedoch auch in solche ein, wenn sie von anderen Tieren verlassen wurden.
Offizieller IUCN Status von Chinchillas als bedrohte Tierart
Faktoren der Minimierung der Wildbestände:
Die Zucht von Pelztieren in Farmanlagen begann bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Amerika und breitete sich in den Anfangsjahren des 20. Jhd. auch nach Europa hin aus. Die moderne Chinchillazucht in großen Pelztierfarmen begann in den 1920er Jahren in Kalifornien, USA. Diese basierte vor allem auf 13 Exemplaren, die 1927 von Chapman aus Chile in die USA gebracht wurden. Anfang der 1950er begann die Pelztierzucht von Chinchillas auch in Europa in größeren Dimensionen.
Aktuell findet der Hauptanteil der Pelztierzucht in Nordeuropa (64%) und Nordamerika (11%) statt. Doch auch Ungarn produziert 40,000 Chinchilla Felle jährlich, das sind rund 20-25% der Weltproduktion. Der Anteil der Zuchten am Weltmarkt steigt rapide an in den ehemaligen Ostblockstaaten und in China.
Während die Zahl der Chinchillas in der Pelztierzucht gegen Ende des 21. Jahrhunderts kontinuierlich anstieg - waren die Chinchillas in der freien Wildbahn fast ausgestorben.
Bereits die Ureinwohner Südamerikas jagten Chinchillas wegen ihrem Fell und Fleisch. Aber erst die Pelztierjagd durch die Europäer von Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts führte zur beinahe vollständigen Ausrottung der Wildbestände.
Bis 1975 ging man sogar von der kompletten Ausrottung aus. Dann wurden wie durch ein Wunder einige Kolonien in der freien Wildbahn entdeckt.
1983 wurde in Chile, nahe dem Ort Illapel, ein rund 4500 Hektar großes Reservat für Chinchillas - Reserva Nacional Las Chinchillas - zum Schutz der wildlebenden Exemplare eingerichtet.
CHINCHILLA NATIONAL RESERVAT IN CHILE

Der ursprüngliche Lebensraum der Brevicaudata Chinchillas ( Kurzschwanz - Chinchilla )
Weitere Infos zum Thema:
Literatur zu wilde Chinchillas siehe HIER . Ausführliche Bibliography zur Website auf Anfrage.