Chinchillas sind Fluchttiere. Die beste Verteidigung für ein Fluchttier ist das rechtzeitige Weglaufen: die Flucht. hinchillas sind Fluchttiere. Die beste Verteidigung für ein Fluchttier ist i.d.R. die rechtzeitige Flucht. Chinchillas sind erstaunlich schnell, flink, und wendig um ihren Feinden zu entkommen. Für die rechtzeitige Wahrnehmung ihrer Feinde hilft ihnen ein hochentwickeltes Sinnessystem. Für die praktische Flucht dienen ihnen die stark entwickelten Hinterbeine, die sowohl Sprungkraft, als auch mit der Beschaffenheit der Ballen eine optimale Bodenhaftung garantieren.
Mehr Info unter: Chinchilla Verhalten (Teil 1) > Anatomie und Sinne

Seh ich Dich nicht, siehst Du mich nicht!
Eine gefährliche Strategie, wenn bei meiner Anouk dabei das Schwänzchen immer noch weit heraushängt (s. Bild). Zum Glück ist sie ein Heimtier ohne natürliche Feinde. In den meisten Fällen sind Chinchilla wahre Versteckkünstler.
Chinchillas sind Fluchttiere. Eine der wichtigsten Überlebensstrategien ist sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, dh. in ein sicheres Versteck. Seien es die Erdhöhlen, dichtes Gestrüpp, oder unzugängliche Felsspalten für die Feinde. Verstecken - rechtzeitig und am richtigen Ort - ist lebensrettend.
MEIN TIPP:
Was tun, wenn ein zahmes Chinchillas nicht mehr aufzufinden ist? Chinchillas sind wahre Versteck-Künstler. Das erkennt jeder Heimtierhalter spätestens, wenn ein Chinchilla plötzlich unauffindbar ist. Da hilft dann nur eines: alle Geräusche abschalten und warten. Sei es ein Köttel, der auf den Parkettboden klongt oder die Neugier, die ein Chinchilla dann aus dem Versteck treibt. Geduld ist der Schlüssel zum Erfolg!
Verstecken kann für vertraute Chinchillas ein lustiges Spiel mit dem Halter sein. Es kann auch dazu dienen die Zeit des Auslaufs etwas auszudehnen. Anders dagegen bei neuen, schüchternen oder scheuen Chinchillas. Sie ziehen sich im Käfig zurück in die hintersten Winkel und versuchen sich zu verstecken. Das Chinchilla versucht auf diese Weise eine möglichst grosse Individualdistanz zu wahren. Wird diese vom Menschen unterschritten, dann reagiert das Chinchilla mit Aggression, Abwehr oder Panik.
MEIN TIPP:
Chinchilla Weibchen sind exzellente Schützen, wenn es um die Verteidigung mit dem URINSTRAHL geht. Das Chinchilla richtet sich auf den Hinterbeinen auf, zielt und drückt ab. Je nachdem wo sich der "Gegner" befindet steuert das Chinchillas den Strahl indem es den Unterleib nach vorne schiebt, oder im Winkel zum Angreifer richtet. Manche Chinchillas hüpfen dabei auch auf der Stelle hoch, um so einen höheren Abschußwinkel zu bekommen. Wenn z.B. das Gegenüber körperlich groß ist (Mensch) oder die anderen Chinchillas sich auf einem höheren Sitzbrett befinden.
Chinchillas können auf diese Weise über mehrere Meter ihren Urin als zielgerichteten Strahl auf den Gegner spritzen (ich selbst habe es in einer Großzucht über 3 Meter Distanz erlebt).
Dieses Verhalten zeigt sich auch bei Streitigkeiten untereinander als Aggression oder als Abwehrreaktion bei einem neuen Partnertier etc..
Chinchillas wenden dieses Verhalten auch gegenüber dem Menschen an, wobei es häufiger von weiblichen Chinchillas als von Chinchilla Böckchen gezeigt wird.
Die Absonderung eines gezielten Urinstrahls auf den Menschen ist Teil eines Aggressionsverhaltens, aber vorwiegend eine Abwehrreaktion und Verhalten zur Verteidigung von Raum und Nachwuchs. Ausdruck von Bedrängnis durch den Menschen. Eine typische Situation ist z.B. wenn fremde Besucher in einer Zucht dem Käfig eines laktierenden Weibchen und ihren Jungtieren zu nahe kommen.
MEIN TIPP:
Die Abgabe von Duftstoffen erfüllt verschiedene Funktionen. Sie ist Ausdruck von Erregung, Teil von sexuellem Werbeverhalten und zur Abwehr.
Es liegt nahe, daß die Absonderung von intensiven Duftstoffen auch den Chinchillas als eine weitere Abwehrreaktion zur Verfügung - der Geruch. In Bedrängnis öffnen sie Duftdrüsen in der Analgegend. Der intensive Vitamin-B-artige Geruch soll den Angreifer irritieren und ablenken. Es bleibt offen, ob die Absonderung des Geruchs auch eine Warnfunktion für die anderen Herdenmitglieder beinhaltet.
Chinchillas wenden die Absonderung von Duftstoffen auch gegen den Menschen an. Hierfür öffnen sie Duftdrüsen in der Analgegend. Der intensive Vitamin-B-artige Geruch soll das Gegenüber iirritieren und verscheuchen ähnlich wie bei Stinktieren. Typische Situationen sind, wenn sich das Chinchilla in Bedrängnis fühlt, z.B. wenn es an der Schwanzwurzel fixiert oder gegen seinen Willen aus dem Käfig genommen wird.
Die Absonderung von Duftstoffen gegenüber dem Menschen hat keinen sexuelle Grundlage in einer ausgewogenen, artgerechten Haltung mit Artgenossen. Es bedeutet Ärger, Wut, Unlust, und ist Ausdruck von Bedrängnis durch den Menschen.
MEIN TIPP:
Chinchillas können zur Verteidigung und als Abwehrmechanismus Fell Abwerfen ( engl. fur slip ). Ihr Fell ist so dicht, daß Freßfeinde bei einer Attacke oft zuerst nur in das Fell beißen und noch nicht in die Haut / Körper. Durch das Abwerfen von Fellbüscheln gelingt es den Chinchillas oft ihren Feinden noch in letzter Minute zu entkommen. Der Angreifer hat danach zudem mit den feinen Fellhaaren zu kämpfen, weil sie Maul und Zunge verkleben, sich in Nase und Rachen absetzen, und so zu Nies- und Hustenreiz führen.
Mehr Info zum Thema: www.chinchilla-verhalten.de -> TEIL 1 -> Anatomie -> Fell
Chinchillas werfen ihr Fell nur in absoluten Notsituationen freiwillig ab. Sie sind in ihrem rauhen Klima, besonders bei dem Minustemperaturen in der Nacht auf ihr dichtes Fell als Schutz vor Kälte angewiesen. Sie werfen ihr Fell daher nur freiwillig ab, wenn sie eine Situation als unmittelbar lebensbedrohlich empfinden, d.h. in Panik.
Typische Situationen im Umgang mit Menschen sind es, wenn Tiere gegen ihren Willen festgehalten oder gefangen werden. Eine weitere typische Situation ist das Kämmen als Teil der Vorbereitungen auf Schauen.
Meist ist das Abwerfen von Fell mit einem vorangegangenen oder gleichzeitigen Panikschrei verbunden.
MEIN TIPP:
Ihr Chinchillas äußert eine lebensbedrohliche Situation. Wenn Sie ihr Tier lieben und für eine artgerechte Haltung sorgen möchten, dann lassen sie das Chinchilla in dieser Situation in Ruhe.Danach befolgen Sie die oben genannten Schritte zur Annäherung:
Wie wir bereits im Kapitel "Lautsprache" sehen konnten, kann Zähneknirschen -> Zähneklappern eine Reihe unterschiedlicher Bedeutungen haben. Hier ein Auszug aus dem Kapitel für die hier relevanten Bedeutungsinhalte:
Man könnte fast an die Urvölker in Afrika, oder die Kämpfe in der Antike und bei den Römern denken. Der Feind wird durch lautes Gebrüll eingeschüchtert, verschreckt, vertrieben. Das Zähneklappern bei Chinchillas wirkt ebenso als Verteidigungsverhalten. Es geht fast immer einher mit einer aufgerichteten Körperhaltung einher.Folgt vom Gegenüber keine Reaktion in Form von Demutsgeste oder Rückzug, so ist das Zähneklappern oft gefolgt von einem Biss als nächste Stufe des Verhaltens.
MEIN TIPP:
Chinchillas haben als Nagetiere ein starkes Gebiß und scharfe Schneidezähne. Ein Chinchillabiß geht sekundenschnell, tief, und entzündet sich leicht. Er ist eine effektive Waffe gegen jeden Angreifer.
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